This news report covers a range of current events, including Germany's first Olympic gold medal, proposed legislation to curb rising rents, the SPD's new healthcare funding ideas, Spain's immigration policy, a hostage survivor's story, the Super Bowl, and various sports results.
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* Gong *
Hier ist das Erste Deutsche Fernsehen mit der tagesschau.
Diese Sendung wurde vom NDR live untertitelt (08.02.2026)
Heute im Studio: Susanne Daubner.
Guten Abend, ich begrüße Sie zur tagesschau.
Erstes Gold für Deutschland bei den Olympischen Winterspielen.
Rodler Max Langenhan siegt im Einsitzer.
In vier Läufen stellte er vier Bahnrekorde auf.
Mehr dazu später.
Zunächst ins Inland.
Justizministerin Hubig plant ein Gesetz gegen überhöhte Mieten.
Der Entwurf liegt der ARD vor.
Er soll Schlupflöcher bei der Mietpreisbremse schließen.
Bislang umgehen Vermieter die Obergrenzen
durch Kurzzeitvermietung oder Möblierungszuschläge.
Dann gilt die Mietpreisbremse nicht.
Der Koalitionspartner CDU/CSU
reagierte zurückhaltend auf die Pläne.
Vor einigen Wochen war Sebastian Bachmann
noch auf Wohnungssuche.
Gestern trug er in München seinen Unmut auf die Straße.
Macht man das Internet auf,
findet man möblierte Angebote, befristete Angebote.
Was mich schockiert hat:
Eigentlich sind die Mietpreise reguliert,
aber die Angebote auf Plattformen sind jenseits des Mietspiegels.
Künftig sollen Vermieter angeben,
wie viel sie wegen einer Möblierung auf die Miete aufschlagen wollen.
Zudem soll die Mietpreisbremse angewendet werden
für befristete Verträge, die länger als sechs Monate laufen.
Bei Indexmieten soll die Miete nur um maximal 3,5 % im Jahr steigen.
Es sind kleine Stellschrauben,
die laut der Ministerin Auswirkungen haben werden.
Möbliertes Wohnen, Kurzzeitmietverträge
und Indexmietverträge sind ein Massenphänomen geworden.
Deshalb wird es das Leben vieler Menschen betreffen.
Der Linken gehen die Vorschläge nicht weit genug.
Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit.
Deshalb brauchen wir einen bundesweiten Mietendeckel
und müssen den Mietwucher verfolgen und ahnden.
Ein Eigentümer-Verband kritisiert
die geplante Schonfrist für säumige Mieter.
Wer nachträglich doch noch zahlt,
soll so eine Kündigung abwenden können.
Hier wäre es Aufgabe des Staates, dafür zu sorgen,
dass Menschen in finanzieller Schieflage Unterstützung erhalten.
Das ist nicht Aufgabe privater Vermieter.
Bis Mieter von den Änderungen profitieren können, wird es dauern.
Zunächst werden die Bundesländer und Verbände angehört.
Am Ende entscheidet der Bundestag.
Die SPD will das Gesundheitssystem
nicht weiter nur durch Beiträge der Beschäftigten finanzieren:
Sondern auch durch Kapitalerträge und Mieten.
Den Plan stellte Co-SPD-Chefin Bas bei der Vorstandsklausur vor,
die über ein neues Grundsatzprogramm beraten hat.
Damit stellte sich die SPD-Spitze gegen Forderungen der Union,
Sozialleistungen zu kürzen.
In diesem Punkt ist man sich auch in der Union uneinig.
Unser erstes Plakat hängt.
Wahlkampf macht Raymond Höptner Spaß,
wären da nicht die neuen Ideen aus Berlin.
Müsste er nicht reden über Teilzeit und Zähne.
Die Debatte ist nicht förderlich im Wahlkampf.
Wir haben andere Probleme, als uns über Teilzeit-Debatten
und Zahnbehandlungen die Köpfe einzuschlagen.
Er kandidiert für die CDU für den Landtag in Rheinland-Pfalz.
Bei vielen bleib der Vorwurf hängen, zu wenig zu arbeiten -
auch wenn sie nicht gemeint waren.
Ich habe einen Sohn, der ein Pflegefall ist.
Ich pflege meine Mutter.
Ich bin auch in der Teilzeit mit 75 Prozent.
Das ist nichts, was ich mir als Lifestyle ausgesucht habe.
Den Menschen zu sagen, "ihr arbeitet zu wenig",
das sei der völlig falsche Weg:
Sagt Lars Klingbeil im "Bericht aus Berlin".
Seine SPD wolle grundsätzliche Debatten.
Etwa bei Gesundheit und Pflege:
Eine Gesundheitsabgabe auf alle Einkünfte,
auch auf Mieteinnahmen
oder Gewinne am Kapitalmarkt.
Die Debatte, ob Kapitaleinkünfte stärker herangezogen werden müssen,
ist berechtigt, wenn man sagt, wir wollen das Land modernisieren.
Wir sollten nicht zaghaft sein, wenn es um Reformdebatten geht.
Der CDU-Generalsekretär entgegnet: Man könne über alles reden.
Doch Carsten Linnemann ist skeptisch.
Wenn Sie mich fragen:
Ich würde nicht gerade kleine und mittlere Sparer angreifen.
Die brauchen Planungssicherheit.
Wir sagen: Legt Geld an fürs Alter.
Mietswohnung oder eine andere Anlage.
Jetzt sagen wir:
Nee, wir nehmen euch die Planungssicherheit.
Ihr müsst noch mal zahlen.
Einig sind sich aber Union und SPD, dass Reformen schnell kommen müssen,
Wahlkampf oder nicht.
In Spanien leben laut Schätzungen
ca. 840.000 Einwanderer ohne Aufenthaltsgenehmigung.
Vielen will die Regierung einen legalen Status ermöglichen.
Ministerpräsident Sanchez argumentiert,
Spanien brauche Einwanderer für den Arbeitsmarkt.
Seine Regierung verfolgt damit einen anderen Kurs als die EU-Kommission.
Brüssel hatte zuletzt Pläne für schnelle Abschiebungen vorgestellt
Schlangen vor Botschaften und Konsulaten.
Viele Einwanderer haben von den neuen Regeln gehört,
auch Yenny Zamudio aus Peru.
Sie will ein Führungszeugnis beantragen.
Yenny ist eine von ca. 840.000 Eingewanderten,
die irregulär in Spanien leben.
Der Großteil kommt wie sie aus Lateinamerika.
Viele arbeiten schwarz.
Ich möchte legal arbeiten,
mehr Lebensqualität haben und mehr Arbeitsrechte.
Einwanderer müssen dafür Ende 2025
seit mindestens fünf Monaten im Land gewesen sein.
Sie dürfen keine Vorstrafen haben, keine öffentliche Gefahr darstellen
und keinem Einreiseverbot unterliegen.
Jubel vor dem Parlament,
von Organisationen, die sich für all das eingesetzt hatten.
Legalisierungen gab es in Spanien mehrfach,
nicht nur unter linken Regierungen.
Internationale Stimmen erklären die gute Entwicklung
der spanischen Wirtschaft mit unserer Migrationspolitik.
Legalisieren statt Abschieben:
Dafür bekommt Spaniens Regierung aber nicht nur Applaus.
In den vergangenen vier Jahren kamen sehr viele Menschen.
Das führte zur Belastung der öffentlichen Einrichtungen
und der Infrastruktur.
Umfragen dazu ergeben ein fast ausgeglichenes Verhältnis
zwischen Pro und Contra in der Bevölkerung.
Ab April kann Yenny Zamudio den Antrag auf Legalisierung stellen.
Vorläufig für ein Jahr.
Danach kann sie dauerhaften Aufenthalt beantragen.
491 Tage lang lebte Eli Sharabi in Angst.
Am 7. Oktober 2023 hatten ihn Terroristen
aus dem Kibbuz Be'eri in den Gazastreifen verschleppt.
Heute vor einem Jahr hat die Hamas Sharabi freigelassen.
Wie er die Gefangenschaft verarbeitet,
darüber hat er mit Sophie von der Tann gesprochen.
Der 8. Februar vor einem Jahr.
Eli Sharabi wird als eine von drei Geiseln freigelassen
im Rahmen eines Abkommens zur Waffenruhe.
Die Hamas nutzt das für eine Propaganda-Inszenierung.
Eli Sharabi ist abgemagert,
wartet darauf, Frau und Töchter in Israel endlich wiederzusehen.
Doch die Rückkehr wird anders als erhofft.
Rückblick: 7. Oktober 2023,
Terroristen dringen in israelische Ortschaften ein,
verschleppen Sharabi und 250 weitere Geiseln in den Gazastreifen.
Er ruft seiner Familie noch zu: "Ich komme zurück!"
Ich bin in den Überlebensmodus gegangen
und habe nichts mehr gefühlt.
Er wird in einem Wohnhaus gefangen gehalten, dann in Tunneln.
Seine Beine: in Ketten, ein Entführer bricht ihm die Rippen.
Doch das Schlimmste sei der Hunger gewesen.
Man zählt jedes Reiskorn, um es mit den anderen zu teilen.
Es ist unmenschlich,
aber man versucht, ein Mensch zu bleiben in der extremen Situation.
Sharabi hält sich daran fest, seine Familie wiederzusehen.
Doch als er nach 491 Tagen in Gefangenschaft freikommt,
erfährt er von Verwandten:
Seine Frau und die Töchter wurden bereits am 7. Oktober 2023 getötet.
Um all das zu verarbeiten, spricht er oft über das Erlebte
und schreibt ein Buch, das er seiner Familie widmet.
Ich vermisse sie so sehr.
In den Kibbuz zieht er nicht zurück, er will nach vorne blicken.
Hass und Wut verspüre er nicht, trotz allem, sagt Eli Sharabi.
Er hoffe nach wie vor auf Frieden mit den Nachbarn im Gazastreifen.
Für Football-Fans wird es eine lange Nacht.
In Kalifornien steigt der 60. Super Bowl,
das Finale der US-Profiliga NFL.
Die Seattle Seahawks treffen in Santa Clara
auf die New England Patriots.
Kick-off ist um 0.30 Uhr deutscher Zeit.
Politische Debatten begleiten das Event.
Partystimmung in San Francisco.
Die Fans beider Mannschaften: seit Tagen heiß auf das Finale.
Go hawks, here we go!
Go patriots. Win the super bowl!
Die Seattle Seahawks haben den Super Bowl erst einmal gewonnen,
sind aber leichter Favorit.
Die New England Patriots könnten mit einem Sieg Geschichte schreiben.
Das wäre ihr siebter Titel und der Rekord.
Nicht für alle steht der Kampf um die Trophäe im Mittelpunkt.
Go go Bad Bunny – halftime show.
Die Halbzeitshow mit Bad Bunny aus Puerto Rico:
von Fans mit Spannung erwartet, für viele Republikaner ein Affront.
Bad Bunny kritisiert Trumps Abschiebepolitik
und singt auf Spanisch.
Keiner muss Spanisch lernen – nur, wie man tanzt.
Und es gibt keinen besseren Tanz als den, der aus dem Herzen kommt.
Präsident Trump bleibt dem Super Bowl in diesem Jahr fern.
Die konservative Jugendorganisation Turning Point
organisiert aus Protest eine "alternative Halbzeitshow".
Doch sie freuen sich aufs Original
und zahlen Ticketpreise von mehreren Tausend Dollar.
Am zweiten Olympia-Tag
hat sich das deutsche Team die ersten Medaillen gesichert.
Den größten Erfolg feierte Rodel-Weltmeister Max Langenhan
mit Gold im Einsitzer.
Er sorgt für den goldenen Abschluss des Tages:
Rodler Max Langenhan kürt sich zum Olympiasieger.
Nach drei Fabelläufen
geht er als Führender in den letzten Durchgang.
Seinen Vorsprung lässt er sich nicht nehmen.
Er gewinnt Gold vor Jonas Müller aus Österreich
und Dominik Fischnaller aus Italien.
Erster Gratulant: der geschlagene dreimalige Olympiasieger Felix Loch.
Er wird Sechster.
Für den ersten deutschen Glücksmoment des Tages sorgt Emma Aicher.
Sie gewinnt Silber in der Abfahrt.
Nur vier Hundertstelsekunden fehlten zum Olympia-Sieg.
Glaub, das dauert, bis ich das realisiert hab,
aber ich freu mich riesig.
Gold geht an die Weltmeisterin Breezy Johnson aus den USA,
Bronze an Sofia Goggia aus Italien.
Eine andere Amerikanerin wird zur tragischen Figur.
US-Superstar Lindsey Vonn, trotz Kreuzbandriss am Start,
stürzt schwer, muss abtransportiert werden.
Die 41-Jährige soll sich einen Bruch
im linken Unterschenkel zugezogen haben.
Justus Strelow, Philipp Nawrath, Vanessa Voigt und Franziska Preuß,
die Biathlon-Mixed-Staffel, schaffen es aufs Podest.
Trotz einer Strafrunde
von Schlussläuferin Franziska Preuß beim letzten Schießen.
Deutschland sichert sich überraschend Bronze.
Ich bin happy über den lucky shot, der letzte Schuss war sehr wichtig.
Dann war's schön, als Dritte übers Ziel zu fahren.
Gold geht an das Quartett aus Frankreich.
Silber gewinnt Gastgeber Italien.
Am 21. Spieltag der Fußball-Bundesliga
gab es heute zwei Spiele:
Bayern München besiegte Hoffenheim mit 5:1.
Das Team von Trainer Kompany
bleibt auf Platz 1, sechs Punkte vor Dortmund.
Zuvor gewann Leipzig in Köln 2:1.
Leipzigs Christoph Baumgartner ist der Mann des Spiels in Köln.
Leipzig vor 50.000 Zuschauern mit der Führung nach 30 Minuten.
Freistoß von Raum, Baumgartner mit dem Kopf.
Das erste Tor für den Österreicher nach sechs Spielen ohne Treffer.
Nach der Pause drehen die Gastgeber auf.
Johanesson als Vorlagengeber
und Thielmann mit dem perfekten Abschluss zum 1:1.
Fünf Minuten nach dem 1:1
Leipzig wieder vorne durch Baumgartner.
Danach wird es turbulent.
Doppeltorschütze Baumgartner
verhindert mit der Hand den erneuten Ausgleich.
Elfmeter für Köln gibt es nicht.
Der Schiedsrichter entscheidet per Videobeweis auf Abseits.
Die Ferse von Sebulonsen Millimeter im Abseits.
So gewinnt Leipzig 2:1.
Die Wettervorhersage für morgen, Montag, den 9. Februar.
Morgen noch ruhiges Wetter,
Mitte der Woche wird es unbeständiger.
In der Nacht kann es im Osten Schneegriesel oder Sprühregen geben.
Vorsicht, Glätte.
Am Tag meist trüb, nur vereinzelte Tropfen,
im Nordosten einige Flocken.
Örtlich auch Sonne,
vor allem in NRW und in südlichen Hochlagen.
Dienstag häufiger Sonne, im Südwesten auch Regen,
der sich Richtung Mitte ausbreitet.
Mittwoch häufig Regen, teils windig.
Im Nordosten Schnee oder gefrierender Regen.
Donnerstag teils Regen, im Bergland kräftig, windig.
An der Ostsee Schnee oder gefrierender Regen.
In den tagesthemen um 22.45 Uhr mit Julia-Niharika Sen
geht es um die Wahlen in Thailand.
Dort wurde über den Weg
zu einer demokratischeren Verfassung abgestimmt.
Zudem: Bundesliga mit den Höhepunkten
aus dem Spitzenspiel Bayern gegen Hoffenheim.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.
Copyright Untertitel: NDR 2026
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